Bratva: Gangkriege im postsowjetischen Untergrund

18.09.2026 @Tim
NukaZombee Games gibt uns ein Print & Play Spiel über russische Mafia, Machtkämpfe und Korruption.
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Wie schreiben das Jahr 1991 – die Sowjetunion bricht zusammen, und mit ihr das alte System aus strenger Kontrolle und Überwachung. Zurück bleibt ein chaotisches Machtvakuum, geprägt von Korruption und Brutalität: der perfekte Schauplatz für ein Spiel über skrupellose Gangs, mit denen wir auf den Straßen der Stadt die Macht an uns reißen wollen.

Entwickelt wird Bratva von NukaZombee Games, hinter dem der in Auckland ansässige Denis Kurdiukov steht. Er hat bereits zahlreiche Print-and-Play-Spiele über Kickstarter veröffentlicht – und setzt auch bei Bratva auf dieses Format.

Der Name ist Programm: Bratva ist russisch für „Bruderschaft“, umgangssprachlich auch „die Jungs“ – gleichzeitig steht der Begriff für jene russischen Verbrechersyndikate, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1990er-Jahren ihren Aufstieg erlebten.

Solo oder kooperativ mit bis zu zwei Mitspielern bauen wir eine kriminelle Organisation auf und breiten unseren Einfluss über die Stadt aus. Auf der großen Stadtkarte und über illustrierte Handkarten schicken wir unsere Gangster los: Geld verdienen, Waffen und Autos beschaffen, Schmuggel organisieren oder uns mit rivalisierenden Gangs anlegen. Eine Partie soll dabei rund 45 Minuten dauern.

Das Spielmaterial ist im lässigen Comic-Look gehalten, der sich stilistisch markant an sowjetischer Propagandaplakat-Ästhetik orientiert. Die Spielkarten sind klar strukturiert und zeigen die individuellen Werte, Stärken und Fähigkeiten unserer Gangster. Mit der passenden Ausrüstung werden sie mächtiger – aber wie in jedem mehr oder weniger legalen Unternehmen können auch die laufenden Kosten schnell außer Kontrolle geraten.

Auf welche Strategie man dabei setzen sollte, hängt vom jeweiligen Szenario ab. Mal geht es darum, bestimmte Gebiete unter Kontrolle zu bringen, mal um Schmuggel, große Coups oder den offenen Konflikt mit der Polizei*. Damit verändert sich nicht nur das Ziel, sondern auch die Art, wie wir unsere Gang aufbauen und einsetzen. Komplexere Szenarien mit mehreren parallelen Teilzielen befinden sich laut NukaZombee bereits in Entwicklung.

Gleichzeitig dürfen wir nicht zu viel Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Jede kriminelle Aktion erhöht den Heat und damit den Druck durch die Polizei. Wer zu vorsichtig spielt, verdient zu wenig, wer zu aggressiv vorgeht, riskiert, dass seine Leute von Ermittlern erwischt werden. Rivalisierende Gangs machen uns ebenfalls Probleme: Wächst ihr Einfluss zu stark, kann es sogar passieren, dass einer unserer Gangster nach einem Loyalitätscheck zur Konkurrenz überläuft. Zusammen mit dem Event-System entsteht so ein ständiges Abwägen zwischen Profit, Risiko und Kontrolle.

Wer die Kampagne unterstützt, kann außerdem günstig einen bunten Mix aus bisherigen NukaZombee-Spielen als Add-ons mitnehmen – vom Dinozüchten über Weltraumschmuggel und Mech-Kämpfe bis zu kleinen Hirnschmalz-Knoblern.

Bratva: a Russian Mafia Strategy Game erscheint als Print-and-Play-Titel und ist schon ab 23 Neuseeländische Dollar bzw. 12 Euro erhältlich. Nach Kampagnenende erhalten Unterstützer die Dateien zum Selberdrucken. Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 18. Oktober 2026. Das Spiel erscheint auf Englisch, Community-Übersetzungen ins Deutsche und Polnische sind angekündigt.

»» Hier geht es zur Kickstarter-Kampagne von Bratva: https://www.kickstarter.com/projects/nukazombee/bratva-a-russian-mafia-strategy-game

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