Crash! Boom! Bang! Thunder Road legt sich in die Kurve
Kurven, Trümmer und niemand mehr, der vom Seitenstreifen zuschauen muss: Thunder Road: Ignition bringt das Chaos der Wüstenstraßen in eine handlichere Form. Wer bisher zu Thunder Road: Vendetta gegriffen hat, kennt die Grundidee – Autos, Würfel und jede Menge Zerstörung. Der neue Ableger will dasselbe Gefühl liefern, nur schneller zugänglich sein.
A long and winding Thunder Road
Vorgestellt wurde Thunder Road: Ignition im Februar 2026, die eigentliche Bühne bekam das Spiel dann auf der Gen Con im Sommer. Damit reiht es sich in eine Linie ein, die weit zurückreicht: Ursprünglich stammt Thunder Road aus den 80ern von Milton Bradley, entworfen von Jim Keifer. Restoration Games hat den Klassiker vor einigen Jahren mit Vendetta wiederbelebt und dabei ordentlich Lob eingesammelt.
Ignition nutzt dasselbe Kernsystem, ist aber ein eigenständiges Spiel, das sich zugleich mit den anderen Titeln der Reihe kombinieren lässt. Es kommt dazu in einer kleineren Box, schlankerem Regelwerk und tiefergelegtem Preis.
Von Ideal- und Schusslinien
Die auffälligste Neuerung liegt aber nicht bei der Schachtel oder dem Preis, sondern bei den Streckenteilen: Die Boards sind jetzt halbiert und erstmals kurvig, was jede Fahrlinie und jeden Plan über den Haufen wirft. Auf der Innenbahn ist der Weg kürzer, entsprechend wollen alle nach innen – wer dort eine gute Position erwischt, spart Strecke.
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Thunder Road: Ignition – Raketen schaffen Platz für die Ideallinie
Weil bei Thunder Road ohnehin gerammt, geschossen und gedrängelt wird, dürfte es in den Kurven eng werden. Denn es geht nicht mehr nur darum, irgendwie nach vorne zu kommen, sondern auch darum, mit welcher Linie man sich der nächsten Kurve nähert. Dazu kommen neues Terrain wie Trümmerfelder, die das Tempo drosseln, sowie Barrikaden, die Schusslinien blockieren.
Warum Helis, wenn's Raketen gibt?
Verändert hat sich auch das Kampfsystem: Der Helikopter bleibt diesmal in der Garage, dafür bekommen die Autos Raketen aufmontiert, mit denen man der Konkurrenz das Leben schwer machen kann. Ein echter Mehrwert steckt zudem in den neuen Pitstops. Wo Autos in Vendetta endgültig aus dem Spiel fliegen, steht bei Ignition eine Werkstatt an der Strecke bereit, wo sie notdürftig zusammengeschweißt und zurück ins Rennen geschickt werden.
Restoration Games warnt, wenn auch mit einem kleinen Augenzwinkern, dass dieses geringere Totalausfallrisiko als Anreiz für noch aggressiveres, risikofreudigeres Fahren missverstanden werden könnte. So oder so: Wer gewinnen will, muss zwei von drei Autos über die Ziellinie bringen.
Braucht ihr das? Ja.
Wer sich schon immer gefragt hat, ob ausgelebte Aggressionen im Straßenverkehr eine feine Sache sind, hat mit dieser Box leichten Zugang dazu. Wer die anderen Spiele der Reihe schon besitzt, wird sich die Box allein schon wegen der Pitstops und Kurven holen.
Thunder Road: Ignition lässt sich in der englischen Ausgabe bereits bei deutschen Händlern für rund 35 Euro vorbestellen, die Auslieferung ist für Anfang November angesetzt.
Eine deutsche Ausgabe ist bislang nicht angekündigt.
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Thunder Road: Ignition – Raketen schaffen Platz für die Ideallinie