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Vier Schlachten und eine Menge Todesfälle: The King’s Gambit kommt nach Mittelerde

Vier Schlachtfelder, eine Menge Optionen, um das Schicksal der Welt zu entscheiden: Restoration Games holt das Spielprinzip von "Star Wars: The Queen’s Gambit" nach Mittelerde.

Tim

Von @Tim

, 3 Min. Lesezeit

Vier Schlachten und eine Menge Todesfälle: The King’s Gambit kommt nach Mittelerde

Restoration Games greift einen Brettspielklassiker auf, der inzwischen fast schon zum Mythos gehört. The Lord of the Rings: The King’s Gambit basiert auf Star Wars: The Queen’s Gambit aus dem Jahr 2000 – einem Spiel, das für viele längst zum Yeti der Brettspielwelt geworden ist: oft gehört, selten gesehen, noch weniger gespielt.

Im Mittelpunkt stehen vier gleichzeitig laufende Schlachtfelder. Während Minas Tirith verteidigt und auf den Pelennor-Feldern gekämpft wird, kämpfen Aragorn, Legolas und Gimli im Großen Hafen Gondors. Gleichzeitig versuchen Frodo und Sam, ihren Weg durch Mordor bis zum Schicksalsberg fortzusetzen. Statt sich also auf einen einzigen Konflikt zu konzentrieren, müssen die Spieler ständig entscheiden, wo ihre Aktionen gerade am dringendsten gebraucht werden.

  • Mächtig viel los: Vier Schlachtfelder, viele Figuren und massig viele Entscheidungen, die zu treffen sind …
    Mächtig viel los: Vier Schlachtfelder, viele Figuren und massig viele Entscheidungen, die zu treffen sind …
    Mächtig viel los: Vier Schlachtfelder, viele Figuren und massig viele Entscheidungen, die zu treffen sind …

Die vier Schauplätze stehen dabei nicht unabhängig nebeneinander. Truppen können zwischen den Fronten verlegt werden: Wer sich etwa im Großen Hafen durchsetzt, kann anschließend Einheiten nach Minas Tirith oder auf die Pelennor-Felder schicken. Von den Pelennor-Feldern können Kämpfer wiederum zur Verteidigung von Minas Tirith weiterziehen. Ein Erfolg an einer Front kann damit direkte Auswirkungen auf den Verlauf einer anderen haben.

Eine Menge Entscheidungen

Das Aktionssystem verbindet Planung mit spontanen Entscheidungen. Zu Beginn jeder Runde werden vier Aktionskarten ausgewählt und in eine feste Reihenfolge gebracht. Jede Karte bietet zwei mögliche Aktionen. Welche davon tatsächlich ausgeführt wird, entscheidet man erst beim Aufdecken – über einen Resolve-Marker wird außerdem bestimmt, wie stark die Aktion ausfällt.

Dazu kommen spezielle Kampfwürfel und Objective Cards, deren Erfüllung zusätzliche Belohnungen bringt. Beide Seiten können den Kampf um Mittelerde auf unterschiedliche Weise für sich entscheiden. Die Freien Völker gewinnen beispielsweise, wenn Frodo und Sam den Schicksalsberg erreichen und dem Einfluss des Rings widerstehen – oder wenn die drei Lager auf den Pelennor-Feldern zerstört werden. Der Schatten kann dagegen unter anderem siegen, wenn Frodos Willenskraft auf null fällt oder Minas Tirith überrannt wird.

Auch die Reise durch Mordor folgt einem eigenen System. Am Ende jeder Runde ziehen Frodo und Sam weiter Richtung Schicksalsberg. Dabei werden Marker aus einem Mordor-Beutel gezogen, die Frodos Willenskraft beeinflussen. Gollum und Ork-Patrouillen können die Reise zusätzlich erschweren – während beide Seiten über bestimmte Ziele neue Marker in den Beutel bringen können.

Ein schönes thematisches Detail findet sich auch auf den Pelennor-Feldern: Éowyn beginnt verborgen unter vier Rohirrim-Figuren. Erst im Verlauf der Partie kann sie enthüllt werden und ihre besondere Rolle im Kampf gegen den Hexenkönig ausspielen.

  • Mächtig groß (l): Die entscheidende Info für uns ist natürlich, dass das Spiel in unser Kallax passt …
    Mächtig groß (l): Die entscheidende Info für uns ist natürlich, dass das Spiel in unser Kallax passt …
    Bild 1/2: Mächtig groß (l): Die entscheidende Info für uns ist natürlich, dass das Spiel in unser Kallax passt …
  • Mächtig groß (ll): Wer den großen Preis berappen kann, darf sich der Bewunderung seiner Mitspieler für das opulente Spielmaterial sicher sein.
    Mächtig groß (ll): Wer den großen Preis berappen kann, darf sich der Bewunderung seiner Mitspieler für das opulente Spielmaterial sicher sein.
    Bild 2/2: Mächtig groß (ll): Wer den großen Preis berappen kann, darf sich der Bewunderung seiner Mitspieler für das opulente Spielmaterial sicher sein.

Gespielt wird mit 1 bis 4 Personen, eine Partie soll etwa 90 bis 150 Minuten dauern. Auch ein Solo-Modus ist enthalten – entwickelt von Dávid Turczi, den man unter anderem von Voidfall und Anachrony kennt. Laut Restoration Games soll der Solomodus mit nur wenigen zusätzlichen Regeln und Komponenten auskommen.

Ein Wow zur Optik – und zum Preis

Optisch fährt The King’s Gambit einiges auf. Große dreidimensionale Elemente von Minas Tirith und Mordor, zahlreiche Miniaturen und mehrere separate Spielbereiche machen deutlich, dass Restoration Games hier auch auf Tischpräsenz setzt. Das Spiel wird deshalb sogar auf zwei Boxen verteilt: In einer befinden sich die eigentlichen Spielkomponenten, in der zweiten die großen 3D-Elemente.

Die Kickstarter-Kampagne bietet eine Limited Edition für 199 Dollar sowie eine deutlich umfangreicher ausgestattete Mithril Edition für 379 Dollar. Die Auslieferung ist für Oktober 2027 geplant. Wer nicht auf Deluxe-Komponenten angewiesen ist, kann dagegen auch auf die spätere, voraussichtlich etwas günstigere Retail-Version warten.

Der Kickstarter läuft aktuell noch bis zum 20. Oktober 2026 und hat die Millionenmarke bereits deutlich überschritten:

kickstarter.com/projects/restorationg...

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