Die Wikingerzeit ist auf ihrem Höhepunkt. Als Anführer einer Schiffsbesatzung gilt es, den Häuptling zu beeindrucken — durch erfolgreiche Überfälle auf Häfen, Klöster, Außenposten und Festungen an der Nordküste. Doch bevor die Segel gesetzt werden können, braucht es die richtige Crew, die nötigen Vorräte und genug Gold für die Unternehmung. In Raiders of the North Sea planen und führen zwei bis vier Spielende vikingische Raubzüge durch und sammeln dabei Siegpunkte für erfolgreiche Überfälle, Crewmitglieder und Ressourcen.
Das Herzstück des Spiels ist ein ungewöhnlicher Worker-Placement-Mechanismus: Pro Zug platziert der Spieler einen Arbeiter an einem Aktionsfeld — und muss gleichzeitig einen bereits vorhandenen Arbeiter von einem anderen Feld wegnehmen, egal ob eigen oder fremd. Dieser "Place & Take"-Ansatz erzeugt eine elegante Interaktion, die ohne direkten Konflikt auskommt und gleichzeitig taktische Tiefe durch die Planung beider Aktionen pro Zug schafft. Crewmitglieder unterschiedlicher Klassen (Grau, Schwarz, Weiß) erschließen verschiedene Aktionen; das Spielsystem ist zugänglich, aber strategisch reich. Shem Phillips hat mit Garphill Games mehrere Serien entwickelt — North Sea, West Kingdom, South Tigris — und arbeitet dabei stets mit Mihajlo Dimitrievski zusammen, dessen charakteristisches, dunkel-konturiertes Artwork alle Garphill-Titel vereint.
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