Wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg ringen sieben europäische Großmächte um die Vorherrschaft auf dem Kontinent. In Diplomacy übernimmt jede Spielerin die militärische Führung einer dieser Mächte — England, Frankreich, Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, das Osmanische Reich oder Italien — und versucht, möglichst viele der über den Spielplan verteilten Versorgungszentren unter Kontrolle zu bringen. Der eigentliche Kern des Spiels liegt jedoch nicht auf dem Brett, sondern in den Verhandlungsphasen davor: Bündnisse werden geschmiedet, Versprechen gegeben und ebenso oft gebrochen, während jede Spielerin versucht, die anderen von der eigenen Vertrauenswürdigkeit zu überzeugen, ohne selbst zu verraten, was tatsächlich geplant ist.
Alle Spielenden schreiben ihre Züge geheim auf und decken sie gleichzeitig auf — es gibt keine sequenzielle Zugreihenfolge wie bei den meisten Brettspielen. Jede Einheit kann sich bewegen, einen verbündeten Angriff unterstützen, eine Verteidigung unterstützen oder ihre Position halten. Da alle Einheiten mechanisch gleich stark sind und es keine Würfel oder andere Zufallselemente gibt, entscheidet allein die Anzahl unterstützender Einheiten über Sieg oder Niederlage in einem Gebiet. Das Spiel endet, sobald eine Macht achtzehn der vierunddreißig Versorgungszentren kontrolliert, oder durch Vereinbarung der verbliebenen Spielenden.
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