Moonrakers ist ein Deckbuilding-Kartenspiel mit starkem Verhandlungs- und Allianz-Fokus, angesiedelt in einer retrofuturistischen Welt galaktischer Söldner. Jede Spielerin übernimmt eine Fraktion innerhalb der titelgebenden Koalition und wetteifert darum, als Anführerin der Moonrakers anerkannt zu werden. Wer als Erste zehn Prestigepunkte sammelt, gewinnt. Der Weg dorthin führt über Contracts — Aufträge mit steigendem Schwierigkeitsgrad, für die man Schubdüsen, Waffen, Schilde, Reaktoren und Crew-Karten aus dem eigenen Deck zusammenstellt. Aufträge lassen sich alleine angehen oder gemeinsam mit Mitspielern — was Verhandlungen über die Aufteilung von Prestige, Credits und Risiken auslöst. Verrät eine Verbündete die andere, kann das die ganze Partie kippen.
Was Moonrakers aus der Deckbuilder-Masse heraushebt, ist das dicht gewobene Semi-Koop-Gefüge: Allianzen sind immer temporär, immer von Eigennutz geprägt — und das Spiel belohnt soziales Geschick mindestens so sehr wie Kartenoptimierung. Das Produktionsqualitätsniveau ist außergewöhnlich: Metallmünzen gehören zur Grundausstattung, und die Kickstarter-Community hat das Spiel durch mehrere erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen zu einem vielschichtigen Erweiterungs-Universum ausgebaut. Auf BoardGameGeek erfreut sich Moonrakers hervorragender Community-Bewertungen. Wer kein Englisch scheut und Spiele wie Cosmic Encounter oder Root mag, findet hier einen der originellsten Deckbuilder der letzten Jahre.
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