Captain Sonar ist ein Team-Deduktionsspiel für 2 bis 8 Spielende, bei dem zwei U-Boot-Besatzungen aus je bis zu vier Personen gegeneinander antreten. Beide Teams sitzen sich an einem langen Trennschirm gegenüber und können das gegnerische Board nicht sehen. Jede Spielerin übernimmt eine spezialisierte Rolle an Bord: Der Kapitän bewegt das Boot und kündigt jeden Schritt laut an, der Erste Offizier verwaltet die Systeme (Torpedo, Mine, Sonar, Stille), der Ingenieur markiert Schäden an der eigenen Anlage — und der Funker zeichnet die angesagten Bewegungen des Gegners auf einer transparenten Folie nach, um dessen Position einzugrenzen. Das Spiel kann rundenbasiert oder im vollständigen Echtzeitmodus gespielt werden; letzterer ist die eigentliche Kernerfahrung und verwandelt den Tisch in Chaos, Kommunikation und Konzentration gleichzeitig.
Captain Sonar ist im Kern eine radikale Weiterentwicklung von Schiffe versenken — und gleichzeitig eines der originellsten Partyspiele mit ernsthaftem taktischen Kern, die je erschienen sind. Das Spiel funktioniert am besten mit vollen acht Spielenden; mit weniger Spielern übernimmt man mehrere Rollen, was den Echtzeitmodus deutlich anspruchsvoller macht. Luke Plunkett von Kotaku beschrieb das Spiel als nahezu maßloses Beispiel des Mediums — für Interaktion, Teamarbeit und Konflikt. 2017 erschien die deutsche Version bei Pegasus Spiele; im selben Jahr landete das Spiel auf der Empfehlungsliste des Kennerspiel des Jahres und belegte Platz 8 beim Deutschen Spiele Preis.
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