Dudes on a Map
Dudes on a Map ist ein salopper Brettspielbegriff für Spiele, bei denen Figuren, Truppen oder Armeen über eine Landkarte bewegt werden, um Gebiete zu kontrollieren und gegnerische Positionen anzugreifen.
Der Ausdruck stammt aus dem englischsprachigen Brettspiel-Jargon und bedeutet wörtlich ungefähr „Typen auf einer Karte“. Gemeint ist damit kein streng abgegrenztes Genre, sondern eher eine bestimmte Art von Spielerlebnis.
Typische Elemente sind:
- Bewegung von Einheiten über eine Karte
- Kontrolle von Gebieten
- direkte Konflikte zwischen Spielern
- unterschiedliche Fraktionen oder Armeen
- Mehrheiten, Einfluss oder Eroberungen
- häufig asymmetrische Fähigkeiten
Im Mittelpunkt steht meist die Frage, wer wo steht und wer welches Gebiet kontrolliert. Konflikte entstehen dadurch fast automatisch, weil mehrere Spieler dieselben Regionen, Ressourcen oder strategisch wichtigen Orte haben wollen.
Viele Dudes-on-a-Map-Spiele kombinieren diese Elemente mit anderen Mechaniken, zum Beispiel Engine Building, Ressourcenmanagement, Diplomatie oder asymmetrischen Fraktionsfähigkeiten.
Bekannte Beispiele sind unter anderem Kemet, Blood Rage, Cyclades oder Inis.
Der Begriff ist bewusst etwas flapsig. Er beschreibt weniger ein Regelwerk als das Bild auf dem Tisch: Viele Figuren stehen auf einer Karte – und früher oder später geraten sie aneinander.