StarCraft: The Miniatures Game – Erste Eindrücke der Beta-Regeln
Archon Studio hat dieser Tage die Vorbestellung für StarCraft: The Miniatures Game gestartet, und kaum ein Miniaturenspiel der letzten Jahre hat im Vorfeld für vergleichbare Aufregung gesorgt. Die Kollegen von Goonhammer hatten Gelegenheit, die Beta-Regeln ausgiebig zu testen, und ihr Fazit fällt auffällig positiv aus.
Gameplay
Das Spiel läuft über geteilte Züge mit abwechselnden Aktivierungen in vier Phasen: Bewegung, Angriff, Nahkampf sowie Status und Aufräumen. Wer Warhammer 40K oder Star Wars: Legion kennt, wird sich sofort zu Hause fühlen. Was das Spiel jedoch von der Konkurrenz abhebt, ist die konsequente Übertragung des StarCraft-Flairs auf die Tischplatte: Medics heilen Marines, damit diese ungestraft Stims nutzen können, Zerg-Spieler verbreiten Kriechspuren über die Karte, und Tactical Cards greifen auf ikonische Strategien wie den Six Pool oder Proxy Barracks zurück. Die Liebe zum Quellmaterial steckt in jedem Detail.
Die drei Fraktionen spielen sich spürbar unterschiedlich:
Zerg setzt auf Masse, Burrow-Mechaniken und Creep-Ausbreitung per Queen und Tumor-Token.
Protoss glänzt mit Teleport-Taktiken, Warp-ins und einer starken Rückruf-Mechanik, die overextendeten Einheiten die Rückkehr in die Reserve ermöglicht.
Terran bietet dagegen solide, vergleichsweise unkomplizierte Einheiten mit cleveren Kombos aus Stims und Medics, ergänzt durch den einzigen Einzelmodell-Nicht-Hero des Spiels, den Goliath.
Listenbau
Armybuilding funktioniert über Minerals als Punktewährung und Vespene für Tactical Cards, was 1:1 dem Ressourcensystem des Videospiels entspricht. Ein Standardspiel läuft auf 2.000 Minerals, kleinere Scharmützel auf 1.000. Die Geländeregeln verdienen besondere Erwähnung: Jedes Modell und jedes Geländestück hat eine Größenkategorie, Sichtlinie wird rein über diese Kategorien abgehandelt, Präzisionslineal-Diskussionen entfallen. Ein elegantes System, das nach Ansicht des Goonhammer-Teams eines der besten der Branche ist.
Kritik?
Als problematisch angemerkt wird vor allem der Umfang der Beta-Regeln: 77 Seiten, dicht beschrieben. Wer hofft, einfach schnell Zerglings über den Tisch zu schieben, braucht etwas Einarbeitungszeit. Auch der optionale Modus, bei dem Armeen beim Deployment verdeckt gehalten werden, klingt reizvoll, gilt in der Praxis aber noch als zu unausgegoren für den Event-Einsatz.
Fazit:
Unterm Strich sind die Goonhammer-Autoren aber beeindruckt: Mechanisch ausgereift, liebevoll umgesetzt und mit echtem Potenzial, sich als ernste Alternative zu den bekannten Tabletop-Systemen zu etablieren.
» Hier geht es zum ausführlichen Artikel auf Goonhammer: https://www.goonhammer.com/starcraft-the-miniatures-game-beta-rules-first-impressions/
» Das Spiel kann über Archon vorbestellt werden, ist aber auch zur Vorbestellung im deutschen Tabletop-Fachandel erhältlich!