Zum Inhalt springen

Spiele

Zu spät zur Nemesis: Retaliation Party

Marines, Xenos und geheime Ziele: Nemesis: Retaliation setzt auf dichten Sci-Fi-Horror, Paranoia und Entscheidungen unter Druck.

Tim

Von @Tim

, 2 Min. Lesezeit

Zu spät zur Nemesis: Retaliation Party

Kennt ihr das? Ihr denkt, ihr habt eigentlich einen ganz wachsamen Brettspiel-Radar und bekommt die wichtigsten Trends mit. Und dann stellt ihr fest, dass ihr eines der heißesten Themen komplett verpennt habt – und über ein halbes Jahr zu spät zur Party seid?

So geht es mir mit Nemesis: Retaliation, dem dritten Teil der Nemesis-Reihe von Adam Kwapinski, der bei Awaken Realms erscheint. Ich stehe am Bahnhof und winke dem Kickstarter-Zug hinterher - mit Tränchen in den Augen. Ein klarer Fall von ROHMO – Realisation of Having Missed Out.

Ich gebe zu: Den ersten Teil der Serie habe ich leider kaum gespielt. Nicht, weil das Spiel schlecht wäre – sondern, wie so oft, weil mir schlicht die passenden Mitspieler gefehlt haben.

Trotzdem: Die Alien-Thematik wird immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Alien II ist mit hoher Sicherheit der meistgesehene Film meines Lebens.

Und – oh man – mit Nemesis: Retaliation schlägt Awaken Realms genau in diese Kerbe. Eine Gruppe hochspezialisierter Marines dringt in eine von Aliens verseuchte planetare Basisstation ein, um den Xenos endgültig den Garaus zu machen. Die anfängliche Ruhe ist natürlich trügerisch: Die routinierten Marines haben die Mission unter Kontrolle – bis alles aus dem Ruder gerät.

Wie schon bei den zwei Vorgängerspielen verfolgen die Spieler eigene, geheime Missionen (Pssst! Der Konzern benötigt unbedingt ein Exemplar dieser faszinierenden Spezies) – und diese Ziele decken sich nicht mit dem vordergründigen Auftrag des Trupps. Ab hier beginnt der eigentliche Spaß: Paranoia, Misstrauen und sehr menschliche Entscheidungen unter maximalem Druck.

Eigentlich reicht mir das schon, um das Spiel unbedingt haben zu müssen.

Aber – oh man – Nemesis: Retaliation sieht auch noch unfassbar gut aus. Das Spielfeld besteht aus puzzleartigen Modulen, die nach und nach angelegt werden, während die Spieler die Station erkunden. Alle Komponenten wirken hochwertig und hervorragend illustriert.

Die Miniaturen der außerirdischen Primebloods und Marines sind ebenfalls sensationell detailliert modelliert. Schaut euch nur einmal die Neoflesh-Cult-Figuren an. Allein dafür tiefer in die Tasche zu greifen, ist fast schon Pflicht. Noch einmal ärgerlicher, dass ich den Kickstarter verpasst habe.

Das Basisspiel wird im Handel voraussichtlich rund 179 € kosten, die verschiedenen Erweiterungen liegen je nach Umfang zwischen 35 € und 100 €. Dafür bekommt man allerdings auch eine Menge Spielmaterial – und das sogar auf Deutsch.

Bleibt also nur zu hoffen, dass nach der Auslieferung vielleicht jemand sein Kickstarter-Paket bei Kleinanzeigen anbietet. Meldet euch gern bei mir. 😉

Nemesis: Retaliation soll ab etwa April 2026 im deutschen Handel erhältlich sein.

Spiele in diesem Artikel

Diskussion

Noch keine Antworten. Mach den Anfang!

Melde dich an, um mitzudiskutieren.

Anmelden

Das dauert nur Sekunden: Wir schicken dir einen Code per E-Mail. Noch kein Konto? Das erstellen wir dir dabei gleich mit.

  • Spiele

    SPIEL Essen 2026 – Einfach mal loslassen

    Menschenmassen, Hunderte Neuheiten und viel zu wenig Zeit: Wer auf der SPIEL alles sehen will, hat schon verloren. Also lass los und lass dich treiben. Ein paar Sehenswürdigkeiten haben wir trotzdem für dich, falls du zufällig daran vorbeidriftest.

    • @Tim
    • 5 Min. Lesezeit
  • Spiele

    Die Zeit ist reif für die Forge

    1999 verschwand die "Forge" nach heftigen Fanprotesten aus "Heroes of Might & Magic III". Jetzt erobert die SciFi-Fraktion mit Cyber-Zombies und Raketenwerfer das Spielbrett.

    • @Tim
    • 2 Min. Lesezeit
    • 2 Antworten
  • Spiele

    Black Death City: Auf der Suche nach dem Mordheim-Gefühl

    Mordheim ist eine Legende. Mit Black Death City entwickelt Ex-Warcry-Designer Sam Pearson einen Skirmisher, der die Tugenden dieser Legende mit modernen Mechaniken verbindet. Wir haben uns den ersten Playtest angesehen.

    • @Tim
    • 3 Min. Lesezeit
  • Spiele

    Lairs - Im Verlies deines Gegenspielers

    Du suchst den Ausweg aus einem Dungeon, den dein Gegner für dich gebaut hat – während er sich durch dein Labyrinth schlägt. Lairs verbindet klassisches Dungeoncrawling mit Deduktion, Planung und einer guten Portion Hinterhältigkeit.

    • @Tim
    • 4 Min. Lesezeit

Wiki-Vorschau